Die Jeans, von der Arbeiterhose zur Allzweckshose

Die Jeans, so scheint es, kennt kein Alter. Vor bald 150 Jahren ist sie ursprünglich als robuste strapazierfähige Arbeitshose auf den Markt gekommen und fehlt wohl heute in kaum einem Kleiderschrank.

Bluejeans gibt es in verschiedenen Farben.
Bildlegende: Bluejeans gibt es in verschiedenen Farben. Keystone

Die Geschichte der Jeans beginnt mit der Goldsuche in Amerikas Westen. Es waren die Goldgräber, die für ihre Arbeit eine widerstandsfähige und praktische Hose brauchten. Erhört wurden sie von einem gewissen Levi Strauss, einem Händler der mit robusten Zeltstoffen handelte. Sein grober Canvas war genau der richtige Stoff, um für die Goldschürfer eine widerstandsfähige Hose anzufertigen.

So kamen ab Anfangs der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts die ersten Jeans auf den Markt. Zwar waren diese vorerst noch aus braunem Hanfstoff genäht und hatten auch noch keine Nieten. Doch das sollte sich bald ändern, denn die robusten Hosen waren gefragt, nicht nur von den Goldgräbern. Bald trugen sie auch die Cowboys und Farmer, die Holzfäller und Eisenbahnarbeiter.

Als der ursprünglich für Planwagen und Zelte vorgesehene Canvas-Stoff aufgebraucht war, ersetzte Levi Strauss diesen mit aus Europa importiertem Denim-Stoff und der war blau. Am 20.Mai 1873 liessen Levi Strauss und der Schneider Jacob Davis, der die Nähte der Jeanshosen mit Nieten verstärkte, ihre Hosen patentieren. Der Siegeszug der Blue Jeans war nicht mehr aufzuhalten.

Mindestens ein paar Jeans gehört heutzutage in fast jede Garderobe. Die Hose ist gut gealtert, hat den verschiedenen Modeströmungen widerstanden und ist inzwischen selbst ein Modeobjekt. Heute werden weltweit jährlich gegen 1,8 Milliarden Jeans verkauft. Tendenz steigend.

Autor/in: Simone Meier Teuteberg, Moderation: Marietta Tomaschett