Glocken – die grosse Machtmusik

In der Schweiz haben Glocken immer noch einen hohen Stellenwert. Kuh- und Kirchenglocken gehören zur Marke Schweiz wie Schokolade und Käse. Die Sendung geht der Frage nach, was Glocken uns bedeuten und warum wir uns von Glockenklängen dirigieren lassen, vom Wecker bis zum Klingelton des Smartphones.

Glocken hängen im inneren des Kirchturms.
Bildlegende: Glocken in der Stadtkirche Aarau. zvg

Den einen wärmen Glockenklänge das Herz. Andere treibt der nächtliche Glockenschlag der Turmuhr auf die Palme und bis vor Gericht. Die Glocke ist ein uraltes Musikinstrument, Marschall der Mächtigen und ein lautes Signal, das eine bestimmte Reaktion einfordert.

Die Glocke: Unsichtbarer Taktstock unseres Lebens

Die Stimme der Glocken ruft zwar nicht mehr so viele Menschen zu Gebet und Gottesdienst wie früher. Aber die Glocke ist der unsichtbare Taktstock unseres Lebens. Von morgens bis abends gibt sie uns mit ihren Signalen zu verstehen, was als nächstes ansteht. Sie reisst uns morgens aus dem Schlaf, zeigt Anfang und Ende von Pausen an, kündet von Taufe, Hochzeit und Tod, gibt die Zeit bekannt und zeigt an, dass jemand mit uns sprechen will.

Das Geheimnis des Glockenklangs

Glocken besitzen einen unverwechselbaren Klang. Der Physiker Kurt Heutschi und der Audiodesigner Pascal Nater weihen uns ins Geheimnis des Glockenklangs ein. Ausserdem geht die Sendung «Doppelpunkt» der Frage nach, warum wir uns von Glockenklängen herumdirigieren lassen und warum wir so emotional auf Glocken reagieren.

Moderation: Joëlle Beeler, Redaktion: Yvonn Scherrer