Wechseljahre: Drei Frauen reden über den persönlichen Klimawandel

Schauspielerin Heidi Maria Glössner hat die Wechseljahre hinter sich, Radio SRF 1-Moderatorin Marietta Tomaschett steckt mittendrin und Sandra Studer bewegt sich langsam darauf zu. Die drei Frauen tauschen sich offen und mit einer Prise Humor über diesen Lebensabschnitt aus.

Porträts von Tomaschett, Heidi Maria Glössner und Sandra Studer.
Bildlegende: Reden auf Radio SRF 1 offen über ein persönliches Thema: Marietta Tomaschett, Heidi Maria Glössner und Sandra Studer. Bildmontage SRF

Marietta Tomaschett, 54

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen: Marietta Tomaschett erlebt die Wechseljahre mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Dennoch sagt die 54-jährige Radio SRF 1-Moderatorin: «Ich spüre trotz allem ein Aufblühen.»

Heidi Maria Glössner, 73

Heidi Maria Glössner hat die Zeit des Wechsels mit ihren 73 Jahren bereits hinter sich. Über negative Begleiterscheinungen konnte sie sich nie beklagen: «Vielleicht hatte ich einfach keine Zeit, ich war immer so engagiert. Oder lag es daran, dass ich mich mit 50 neu verliebte?»

Sandra Studer, 47

Sandra Studer spürt mit 47 Jahren noch keinerlei Anzeichen. Sie ist sich aber bewusst, dass sich das schon bald ändern kann: «Ich tausche mich mit meinen Freudinnen, meiner Mutter und meinen beiden älteren Schwestern über die Wechseljahre aus. Darüber reden ist sicher eine gute Vorbereitung.»

Über die Wechseljahre reden

Dass es wichtig ist, über die Wechseljahre zu reden, bestätigt Brida von Castelberg. Die heute 63-jährige Gynäkologin leitete 19 Jahre lang die Frauenklinik im Triemlispital Zürich. Ein Tabuthema seien die Wechseljahre nicht, sagt sie. Trotzdem müssten Frauen immer wieder ermutigt werden, miteinader darüber zu sprechen und nicht still zu leiden.

Auch mit dem Partner sollte das Thema angesprochen werden, sagt Martin Bachmann, Berater im «mannebüro zürich». Männer würden zwar Veränderungen an ihrer Partnerin in dieser Lebensphase durchaus bemerken. Der Gedanke an die Wechseljahre und damit verbunden der Gedanke ans Älterwerden liege bei den meisten Männern allerdings nicht nahe.

Wie lassen sich Wechseljahr-Beschwerden therapieren?

Im «Doppelpunkt» kommen in erster Linie Heidi Maria Glössner, Marietta Tomaschett und Sandra Studer zu Wort. Die Frauenärztin und der Männerberater äussern sich zu verschiedenen Themen, die die Frauenrunde anspricht.

In der Sendung wird auch die Diskussion um geeignete Therapien gegen Wechseljahr-Beschwerden aufgegriffen. Von einer Behandlung mit Hormonen oder mit pflanzlichen Mitteln bis hin zu einer Hormonyoga-Therapie zeigen wir verschiedene Möglichkeiten auf.

Sendung «Puls» vom 16.02.2015

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Ladina Spiess