«Spezial»: Gewerkschaften – Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit

präsentiert aus der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil

Die Schweizer Gewerkschaften haben in den letzten vier Jahrzehnten ein Viertel ihrer Mitglieder verloren. Sie sind Opfer ihres eigenen Erfolgs.

Reto Lipp präsentiert die Spezialsendung für einmal nicht aus dem «ECO»-Studio in Zürich, sondern aus einer Industriebrache im Kanton Bern: der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil.

Hinter den Kulissen der Sondersendung: Interview mit Reto Lipp

Beiträge

  • Konfrontation versus Kuschelkurs

    In der Frage, wie der Mitgliederschwund zu stoppen ist, sind sich die Gewerkschaften völlig uneins. Die Unia, die grösste Arbeitnehmer-Vertreterin der Schweiz, hat dem Arbeitsfrieden abgeschworen und setzt auf Konfrontation und Streik. Andere wollen explizit keine Gewerkschaft im herkömmlichen Sinn mehr sein. So setzt Angestellte Schweiz auf Harmonie und Kooperation mit den Arbeitgebern. Rote Fahnen und politische Parolen sind dieser Organisation ein Gräuel. «ECO» über zwei Modelle, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

  • Ökonomen im Streitgespräch

    In einer Produktionshalle der ehemaligen Kartonfabrik Deisswill kommt es auch zum Streitgespräch. Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, und Beat Kappeler, liberaler Publizist und ehemaliger Gewerkschaftssekretär, diskutieren über sinnvolle und aussichtslose Aktivitäten der Gewerkschaften - und deren Daseinsberechtigung.

  • Unia kopiert US-Gewerkschaft

    In den USA bekämpfen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit äusserst harten Bandagen. Die Schweizer Gewerkschaft Unia hält das für ein optimales Übungsfeld. Sie schickt ihre Gewerkschafter regelmässig zur Ausbildung in die USA. Sie sollen lernen, streikfähiger zu werden. «ECO» begleitet Unia-Gewerkschafter an die US-Ostküste.

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  • Gewerkschaft für Millionäre

    Einige von ihnen verdienen Millionen, doch auch sie haben ihre Gewerkschaft: die Profi-Fussballer. Während im Ausland die Spielervertretungen lange Tradition haben und erfolgreich Streiks durchführen, ist die Fussballer-Gewerkschaft in der Schweiz kaum bekannt. Dabei existiert die Swiss Association of Football Players (SAFP) bereits seit über zehn Jahren und versucht seither, den Spielern eine einflussreiche Stimme zu geben. Das gleiche Ziel hatte Andy Egli in den 1990er Jahren mit seiner Gewerkschaft Profoot. Der ehemalige Fussball-Star ist aber gescheitert.

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