Primacall: Ein Telefonat mit Folgen

Ärger mit der Firma Primacall ist im Beobachter-Beratungszentrum ein Dauerbrenner. Mit aggresiven Methoden versucht der Anbieter den Leuten Telefonverträge aufzuschwatzen.

Die Callcenter-Mitarbeiter von Primacall wenden umstrittene Methoden an (Symboldbild)
Bildlegende: Die Callcenter-Mitarbeiter von Primacall wenden umstrittene Methoden an (Symboldbild) KEYSTONE

Wer sich wehren will, wird erfahrungsgemäss bedroht oder bekommt es mit happigen Forderungen von Inkassobüros zu tun. Beobachter-Experte Daniel Leiser erklärt anhand eines konkreten Falls, wie sich Betroffene erfolgreich aus den Fängen von Primacall befreien können.

Die wichtigsten 3 Punkte zum Thema

1. Fragen Sie bei Werbeanrufen hartnäckig nach dem Namen der anrufenden Firma. Hängen Sie ohne Hemmungen auf, wenn Sie sich bedrängt fühlen.

2. Behalten Sie nach einem solchen Anruf die Post im Auge und widerrufen Sie sofort mit eingeschriebenem Brief, wenn etwas bestätigt wird, was Sie nicht wollen. Wenn Sie eine unerklärliche Rechnung erhalten, fordern Sie die Gesprächsaufnahme an. Nur bei einer vollständigen Aufnahme kann man beurteilen, ob ein Vertrag entstanden ist oder nicht. Wenn Sie keine oder eine unvollständige Aufnahme erhalten, können Sie die Forderung zurückweisen, weil dann kein Vertragsbeweis vorliegt.

3. Wollen Sie nicht mehr mit Werbeanrufen belästigt werden, lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag – unter www.local.ch oder der Gratisnummer 0800 86 80 86 – mit einem Stern versehen oder lassen Ihren Eintrag vollständig im Telefonbuch löschen.