Die grüne Stadt: das bessere Land?

Die Böden zubetoniert, die Fassaden grau, Verkehr und Gestank überall. Städte erscheinen als pures Gegenteil von Natur. Doch der Schein trügt. Tatsächlich bietet die Stadt trotz der scheinbar garstigen Umgebung für viele Tier- und Pflanzenarten ideale Lebensbedingungen. Vielfach ist der Artenreichtum in der Stadt gleich oder sogar grösser als im umliegenden Agrarland. Doch mit der rasante Urbanisierung und Verdichtung droht eine Verarmung der Stadtnatur. «Einstein» zeigt Konzepte und Visionen für eine ökologische Stadtentwicklung. Von vertikalen Gärten über bewaldete Hochhäuser bis zu High-Tech-Plantagen für die City.

Beiträge

  • Tiere erobern die Stadt

    Immer mehr Tiere fliehen in die Stadt, weil sie auf dem Land immer weniger Lebensräume finden. Füchse, Dachse, Igel oder Glühwürmchen. Mitten in Zürich beispielsweise lebt neben den Gleisen die grösste Eidechsenpopulation nördlich der Alpen. Viele Tiere sind jedoch heimlich unter uns. Sie verlassen ihre Verstecke erst im Schutze der Dunkelheit. Freiwillige beobachten diese tierischen Immigranten, um so die Verbreitung der Wildtiere in der Stadt zu dokumentieren.

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  • Pflanzen gehen die Wände hoch

    Vertikal statt horizontal: Weil Grünflächen in den Städten durch die Verdichtung immer rarer werden, könnten vertikale Bepflanzungen Ersatz bieten mit Kletterpflanzen, Blumen und Sträucher an Fassaden. Vertikales Grün erhöht die Wohnqualität, dämpft die Sommerhitze und filtert Schadstoffe aus der Luft. Und der Pflegeaufwand ist nicht viel grösser als bei horizontalen Grünflächen.

  • Gemüse frisch ab Fabrik

    Gemüseanbau im grossen Stil, übereinandergestapelt, in Räumen ohne Fenster, überwacht von Robotern: Vertical Farming nennt sich diese moderne Art der Landwirtschaft. Ihr Ziel ist es, für die wachsende Stadtbevölkerung der Welt Möglichkeiten zu bieten, um grosse Mengen, zu jeder Jahreszeit und vor allem auf engstem Raum zu produzieren. Speziell in den rasant wachsenden Grossstädten Asiens sind bereits mehrere solcher Agro-Fabriken in Betrieb.