«Suffragette» - Frauenpower

Sarah Gavrons «Suffragette» zeigt, wie britische Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts fürs Stimmrecht kämpften, mal mit Demos, mal mit Brandanschlägen. Eindrücklich, mitreissend, berührend.

Maud Watts (Carey Mulligan) wird verhaftet.
Bildlegende: Maud Watts (Carey Mulligan) wird verhaftet. Pathé

England, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Frauen in einer Londoner Wäscherei arbeiten mehr Stunden am Tag als die Männer, verdienen aber weniger als sie, die als Auslieferer erst noch an die frische Luft können. Und die Männer werden vom Vorarbeiter auch nie begrapscht.

Die 24-jährige Maud Watts (Carey Mulligan), die seit ihrer Kindheit in der Wäscherei arbeitet, hat genug davon. Um etwas daran ändern zu können, schliesst sie sich den «Suffragettes» an, Frauen die dafür kämpfen, das Stimmrecht («suffrage») zu bekommen.

Spannend wie ein Krimi
Sarah Gavron inszeniert den Film spannend wie einen historischen Krimi. Die Schilderung des Arbeiterinnenmilieus ist grossartig, und die Schauspielerinnen überzeugen durchs Band, allen voran Carey Mulligan als Heldin und Brendan Gleeson als Inspektor, der auf die «Suffragettes» angesetzt wird.

Der Kampf der britischen Frauen lohnt sich: 1928 wird in Grossbritannien das Frauenstimmrecht eingeführt. In der Schweiz dauert es noch bis 1971, worüber ab 22. Februar die Komödie «Die göttliche Ordnung» gedreht wird.

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Autor/in: Reto Baer