«Whiplash» - Lässt sich Genialität einprügeln?

«Whiplash» hat schon diverse Auszeichnungen eingeheimst, darunter den Publikums- und Jurypreis von Sundance. Allein Nebendarsteller J.K. Simmons hat für seine umwerfende Leistung schon 34 Preise erhalten. Und am 22. Februar wird er auch noch den Oscar bekommen.

Andrew (Miles Teller, links) lässt sich von Fletcher (J.K. Simmons) traktieren.
Bildlegende: Andrew (Miles Teller, links) lässt sich von Fletcher (J.K. Simmons) traktieren. Ascot Elite

Als Big-Band-Dirigent und Jazz-Dozent Fletcher spielt der 60-jährige J.K. Simmons die Rolle seines Lebens. Fletcher wendet die Drillmethoden der US-Army an, um seine Musikstudenten zu Höchstleistungen anzuspornen. Seine Hoffnung: eine Genie wie John Coltrane zu formen.

Der Schlagzeug-Student Andrew (Miles Teller) lässt sich voll und ganz auf das gefährliche Spiel ein, das nicht nur ihn selber, sondern auch sein privates Umfeld an die Grenze bringt. Trotz dieser Ausgangslage ist «Whiplash» keine banale Winner Story. Vielmehr hinterfragt der Film die weit verbreitete «Winner takes it all»-Mentalität.

Einer der besten Musikfilme
Wie der Film das bewerkstelligt, kann ich nicht sagen, ohne die überraschenden Wendungen zu verraten. Was ich allerdings verraten kann: «Whiplash» ist definitiv einer der besten Musikfilme aller Zeiten.

Und es ist ein Film, den man sich unbedingt in Originalversion auf der grossen Leinwand gönnen sollte. Nur dann fährt die ganze Wucht und Intensität der durchs Band tollen Schauspieler voll ein. Also geht ins Kino! Ihr werdet es nicht bereuen! 6 von 6 Filmbären.

Trailer Ed / Trailer D / Featurette E

Autor/in: Reto Baer