Der Schweizer Clown, der die Welt erheiterte

Dimitri – er war der berühmteste Clown der Schweiz. Aber auch weit über die Landesgrenzen hinaus brachte er die Menschen zum Lachen. Ein Blick auf das Leben des Ausnahmekünstlers.

Mit seiner unverwechselbaren Mimik und seiner unerschöpflichen Kreativität begeisterte der Schweizer Clown auf der ganzen Welt das Publikum. Sein Schaffen brachte ihm zahlreiche Preise ein. Zum Beispiel 2009 den «Swiss Award» in der Sparte Kultur.

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Programmhinweis

Zur Erinnerung an Dimitri zeigt SRF 1 am 20.7. folgende Sendungen:

  • 13.10 Uhr: «Sternstunde Philosophie: Dimitri – Einsichten eines Clowns»
  • 18.40 Uhr: Sondersendung «glanz & gloria»
  • 22:25 Uhr: «Dimitri – Eine Reise»

Dimitris grosser Traum

Dimitri kam 1935 als Jakob Müller in Ascona als Sohn eines Bildhauers und einer Kunsthandwerkerin zur Welt. Früh stand für ihn fest: Er will Clown werden. Doch sein Traum musste warten – zuerst machte er eine Töpferlehre. Aber seine Passion liess ihn nicht los und so studierte er in Paris Pantomime, Akrobatik und Musik.

Nach seinem Paris-Aufenthalt spielte er 1959 in einem kleinen Theater in Ascona sein erstes Soloprogramm. Es folgten Auftritte im In- und Ausland. Mehrmals tourte er mit dem Zirkus Knie quer durch die Schweiz.

Das kreative Gen liegt in der Familie Dimitri

Die Brutstätte seiner Kreativität war Verscio im Centovalli. Hier heckte Dimitri ununterbrochen neue Projekte aus. Sei es als Clown, Sänger, Regisseur oder Maler. Er wollte sein Wissen aber auch an interessierte Artisten weitergeben. Er eröffnete im Tessiner Dorf seine eigene Zirkusschule und das Teatro Dimitri.

Anfang der 60er gründete er gemeinsam mit Frau Gunda, seiner Teenagerliebe, eine Familie. Zusammen mit seinen fünf Kindern trat er erneut in die Knie-Manege und lehrte ihnen das Clownhandwerk. Mit seinen Kindern stand er während 40 Jahren immer wieder auf der Bühne. Ihr grösster gemeinsamer Coup: 2008 traten sie am Broadway auf.

Dimitri ist im Alter von 80 Jahren in der Nacht auf Mittwoch verstorben. Seine Tochter bestätigte die Nachricht gegenüber RSI.

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