Römisch-katholischer Gottesdienst vom Gotthard-Pass

Der Gotthard ist längst zum Mythos geworden, auch der 1. August-Gottesdienst an diesem symbolischen Ort hat Tradition. Ungeachtet der Wetterkapriolen auf 2000 Metern finden sich alljährlich Gläubige aus den Kantonen Tessin, Uri und Graubünden auf dem Pass zu einer Feier unter freiem Himmel ein.

Bereits im Mittelalter war der Gotthard ein wichtiges Bindeglied zwischen Nord und Süd. Damals suchten Jakobspilger auf ihrem Glaubensweg Rat bei Niklaus von Flüe, auch Bruder Klaus genannt, in Flüeli-Ranft OW. Die im Jahr 2000 begründete Tradition der 1. August-Messen auf dem Gotthard zeigt, dass die religiöse Komponente seit Bruder Klaus (1417 bis 1487) nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, verschiedene Völker, Sprachen und Kulturen zu verbinden.

Monsignore Valerio Lazzeri, Bischof von Lugano, leitet die Messe. Bei allzu schlechter Witterung beherbergt die Kirche in Airolo TI den Gottesdienst.