«Spinnen ist wie leben - man muss den Faden finden»

Esther von Siebenthal ist glücklich, wenn sie am Spinnrad sitzt. Während sich die Angorafasern in ihrer Hand ordnen, ordnen sich auch ihre Gedanken. Sie arbeitet als Ambulanzfahrerin, das Spinnen ist für sie ein erwünschter Kontrast zum hektischen Berufsalltag.

Esther von Siebenthal
Bildlegende: Esther von Siebenthal SRF

Spinnen braucht Geduld und Zeit, Stress ist kontraproduktiv. Esther von Siebenthal findet ihr Gleichgewicht beim Drehen des Spinnrads. Wenn sie Wolle einfärbt und Strickmuster entwirft, kommt auch ihre kreative Seite zum Zug.

Esther von Siebenthal beschäftigt sich liebend gerne mit Wolle. Sie hält Angorahäsinnen, deren Wolle sie auskämmt, mit Pflanzenfarben einfärbt, am Spinnrad verspinnt und zu Garn verzwirnt. Schliesslich verstrickt sie die Materialien zu Schals und Accessoires. Die Angorahasen sind seidenfeine Tiere, sie sind handzahm und lassen sich gern streicheln.

 

Redaktion: Yvonn Scherrer