«Das Verschwinden des Philip S.» von Ulrike Edschmid

Ende der 1960er-Jahre träumen vor allem junge Menschen von einer neuen Gesellschaft in Deutschland. Aus Aufbegehren wird Bambule bis hin zum Terror. Die Geschichte des Philip S. steht stellvertretend für eine Radikalisierung ohne Umkehr.

Schwarzweiss Foto der Augenpartie von Philip S.
Bildlegende: Philip S. wurde als mutmassliches Mitglied der «Bewegung 2. Juni» 1975 von der Polizei in Köln erschossen. Keystone

Im Mai 1975 stirbt der als Terrorist gesuchte Philip Sauber bei einem Schusswechsel mit der Polizei. Fast 40 Jahre später erzählt seine ehemalige Lebensgefährtin Ulrike Edschmid die Geschichte ihrer gemeinsamen Jahre, Jahre eines grossen gesellschaftlichen Umbruchs. Sie erzählt vom kollektiven Leben in der Fabriketage in Schöneberg, von Vietnamdemonstrationen, von konspirativen politischen Aktionen und der ersten gemeinsamen Inhaftierung. Es ist die Geschichte eines schleichenden, aber unaufhaltsamen Verlustes eines geliebten Menschen, der schliesslich den Weg in den Untergrund wählt.

Mit: Inka Friedrich (Sie) und als Reporter: Matthias Ponnier, Marina Frenck, Tino Mewes, Martin Engler und Oliver Szerkus

Hörspiel-Bearbeitung: Ricarda Bethke - Musik: Haarmann - Dramaturgie: Regine Ahrem - Regie: Nikolai von Koslowski - Produktion: RBB 2015 - Dauer: 54'

Ulrike Edschmid (geboren 1940) ist eine deutsche Schriftstellerin. Ihr Roman «Das Verschwinden des Philip S.» wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. 2013 mit dem Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis).

Ralf Haarmann (geboren 1970) ist ein deutscher Komponist, Musiker und Installationskünstler. Sein Schaffen umfasst Kompositionen für Hörspiel, Theater und elektro-akustische Konzertstücke, die er unter dem Namen «Haarmann» veröffentlicht.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Susanne Janson