«Hunkeler und die Augen des Ödipus» von Hansjörg Schneider 2/3

Peter Hunkeler steht sechs Wochen vor seiner Pensionierung. Da trifft ein Schock die Kulturstadt Basel: Der renommierte Theaterdirektor Bernhard Vetter verschwindet spurlos. Das heisst, der altgediente Kommissär wird noch einmal gebraucht.

Hunkelers Heimat: Basel.
Bildlegende: Hunkelers Heimat: Basel. wikipedia

Er begegnet früheren Bekannten aus dem Theater-Milieu und gerät in die Halbwelt des Basler Rheinhafens. Das havarierte Hausboot des verschwundenen Theaterintendanten wird rheinabwärts an einem Wehr gefunden. Hat sein Verschwinden etwas mit der Skandal-Inszenierung des «Ödipus» nach Sophokles und Hölderlin zu tun?

Hunkeler macht sich vor und hinter der Bühne ein Bild von der Lage und wird dabei von einem jungen Regisseur attackiert. Grippekrank zieht er sich daraufhin in sein Haus im Elsass zurück. Der Fall Vetter lässt ihn jedoch nicht los.

Hansjörg Schneiders skeptischer Blick

Auch in seinem achten Roman mit dem beliebtesten Kommissär der Schweiz zeigt sich Hansjörg Schneider als prägnanter Porträtist von bekannten und weniger bekannten Schauplätzen im Dreiländereck. Gleichzeitig wirft der gelernte Dramatiker Schneider – der sich ähnlich wie Hunkeler in seinem Beruf als «Auslaufmodell» sieht – einen skeptischen Blick auf den gegenwärtigen Zustand des Theaters.

Mit: Peter Kner (Erzähler), Ueli Jäggi (Hunkeler), Charlotte Schwab (Hedwig), Raphael Clamer (Lüdi), Ernst Sigrist (Madörin), Heiner Hitz (Suter), Hansrudolf Twerenbold (Haller), Verena Buss (Judith Keller), Walter Andreas Müller (Ettore Lardini), Thomas Sarbacher (Arthur Erni), Michael Schacht (Walter Rutziska), Barbara Falter (Wiebke van Leyden), Jodoc Seidel (Kurt Dreisitz), Buddy Elias (Fridolin Ruf), Carina Braunschmidt (Sabine Loretan), Lisbeth Felder (Annebeth Schubiger), Peter Fischli (Peter Jenzer), Urs Bihler (Peter Wyss), Andreas Matti (Edi), Martin Hug (Hauser), Thomas Douglas (Helmut Dörrer), Martin Schley (Wirt), Matthias Buss (Henke), Michael Luisier (Kulturamtsleiter)

Hörspielbearbeitung: Helmut Peschina - Musik: Martin Bezzola und Christian Riesen, sowie Motive von Domenico Ferrari - Tontechnik: Tom Willen, Mirjam Emmenegger - Dramaturgie und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2011 - Dauer: 44'

Aus urheberrechtlichen Gründen kann dieser Teil des Hörspiels während 7 Tagen nachgehört werden.

3/3: Montag, 21.3.2016, 14.00 Uhr, SRF 1

Redaktion: Reto Ott