«Kindheit» von Nathalie Sarraute

Nathalie Sarraute, die grosse französische Autorin, erinnert sich an ihre Kindheit. Sie tut es mit grosser Vorsicht und Behutsamkeit, zieht winzige Szenen, feingezeichnete Einzelbilder aus der «Watte der Erinnerung». Und diese Watte ist weder aus Zucker noch rosarot.

Portrait von Nathalie Sarraute
Bildlegende: Nathalie Sarraute wurde im Jahr 1900 im russischen Iwanowo-Wosnessensk geboren und starb 1999 in Paris. imago / Leemage

Sie erzählt die Geschichte ihres Lebens: Die Geburt und allerfrühste Kindheit in Russland, die Trennung ihrer Eltern als sie zwei Jahre alt war, die Reisen von Russland in die Schweiz und nach Frankreich, das endgültige Niederlassen in Paris beim Vater, der das zaristische Russland aus politischen Gründen hatte verlassen müssen. Und gleichlaufend mit diesen äusseren Ereignissen erinnert sie an Rohheiten und Unbarmherzigkeiten, an die Schmerzen der Einsamkeit und an die Trauer, als die zweite Frau des Vaters eine Stiefschwester zur Welt bringt.

Mit: Eleonore Zetzsche (Nathalie), Sabine Wegner (Nathalie), Liselotte Rau (Mutter), Branko Samarovski (Vater), Jennifer Minetti (Vera), Brigitte Roettgers (Gouvernante)

Aus dem Französischen von Elmar Tophoven - Musik: Klaus Buhlert - Hörspielfassung: Simone Benmussa - Regie: Jörg Jannings - Produktion: BR/RIAS/SRF 1987 - Dauer: 87'

Nathalie Sarraute wurde im Jahr 1900 im russischen Iwanowo-Wosnessensk geboren und starb 1999 in Paris. Sie prägte die Bewegung des Nouveau Roman mit, sei es theoretisch mit den Essays «Zeitalter des Misstrauens» oder praktisch mit Büchern wie «Tropismen» oder «Das Planetarium». «Kindheit» gilt als ihr zugänglichster Text.

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Redaktion: Wolfram Höll