«Teilete» von Peter Weingartner

Im Mundart-Hörspiel des Luzerner Autors Peter Weingartner stehen die gängigen Familienmuster auf dem Prüfstand: Wie verhalten sich Geschwister, wenn es darum geht, das elterliche Erbe anzutreten? Das hellhörige und augenzwinkernde Kammerspiel zeigt eine Familie im Ausnahmezustand.

(Symbolbild)
Bildlegende: (Symbolbild) colourbox

Die Mutter ist gestorben, der Vater ist als Demenzpatient im Pflegeheim. Die drei Töchter und der Sohn der Familie kommen zusammen, um über die Erbschaft zu reden. Es ist nicht viel zu verteilen: ein Häuschen, ein kleiner Weinberg, Möbel, Hausrat. Geschäft und Haus sind schon früher geregelt worden. Doch auch das Wenige führt zu Reibereien, Zwist und Argwohn, Differenzen, in die auch die Angeheirateten hineingezogen werden. Mit der klammheimlichen Einmischung des eigentlich abwesenden Vaters hat freilich niemand gerechnet.

Peter Weingartner gelingt es in seinem Hörspiel, das Porträt einer gewöhnlichen Familie zu zeichnen, Zwischentöne und Dissonanzen inklusive.

Mit: Marlise Fischer (Tochter A), Rosemarie Wolf (Tochter B), Silvia Jost (Tochter C), Marianne Weber (Schwiegertochter), Marie Omlin (Enkelin), Hansrudolf Twerenbold (Vater), Frank Demenga (Schwiegersohn A), Daniel Kasztura (Schwiegersohn B), Daniel Rothenbühler (Sohn)

Musik: Barbara Schirmer - Regie: Geri Dillier - Tontechnik: Fabian Lehmann, Franz Baumann - Produktion: SRF 2007 - Dauer: 43'

Redaktion: Karin Berri