Eine Familie auf der Flucht

Garang Res, seine Frau Ayen und ihre vier Kinder sind aus dem Südsudan nach Uganda geflüchtet. Im Norden des Landes fanden sie Zuflucht und versuchen seither, wie Tausende andere in der Flüchtlingssiedlung, eine Art Alltag zu leben.

Versuchen seit ihrer Flucht eine Art Alltag zu leben: Die Familie Garang Res.
Bildlegende: Versuchen seit ihrer Flucht eine Art Alltag zu leben: Die Familie Garang Res. Matthias Spiess

Sie sind dem Gastland und den Hilfsorganisationen für die Aufnahme dankbar. Ihre Heimat, die sie schmerzlich vermissen, ist jedoch durch nichts zu ersetzen.

Die Geschichte der Familie Garang Res ist eine Tragödie: Sie wurde von Rebellen ausgeraubt und vertrieben und war mehrere Wochen teilweise zu Fuss auf der Flucht, bevor sie entkräftet an der ugandischen Grenze ankamen und danach vom UNHCR betreut wurden. Nach einem Monat im Registrierungscamp kamen Garang und seine Familie in eine Flüchtlingssiedlung nahe der nordugandischen Stadt Adjumani. Sie leben dort mit rund 5'200 anderen südsudanesischen Flüchtlingen. Über 125'000 Menschen aus dem Südsudan haben in weiteren Siedlungen in Norduganda Zuflucht gefunden.

«Input» bekommt Einblick in den Alltag der Familie Garang Res. Wir sind zu Besuch in ihrer Hütte, gehen mit den Kindern zur Schule und fragen die Eltern nach ihrem Leben vor der Flucht.

Es sind Menschen, die trotz der Enttäuschung über ihr Land ihre Heimat lieben und die Hoffnung auf eine Rückkehr nicht aufgeben. Für ihr Leben als Flüchtlinge sind sie jedoch dringend auf Unterstützung angewiesen. Die diesjährige Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» macht möglich, dass Familien wie sie die lebensnötige Versorgung erhalten und die Kinder zur Schule können.

Redaktion: Ladina Spiess