«Merkels Tote» – Tabubruch für den Wahlsieg

  • Samstag, 4. Februar 2017, 9:08 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 4. Februar 2017, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 4. Februar 2017, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 4. Februar 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 5. Februar 2017, 1:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 5. Februar 2017, 5:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 5. Februar 2017, 12:03 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 5. Februar 2017, 18:30 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 5. Februar 2017, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Sonntag, 5. Februar 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News

Die «Alternative«für Deutschland» (AfD) ist Deutschlands «modernste Social Media Partei». Sie manövriert sich ohne Not in eine sprachliche Nähe des Nationalsozialismus. Nun träumt die AfD davon, mehr als eine reine Protestpartei zu sein. Denn, so ein AfD-Anhänger, «wir müssen Deutschland retten.»

Markus Pretzell ist Chef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland, AfD, in Nordrhein-Westfalen.
Bildlegende: Markus Pretzell ist Chef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland, AfD, in Nordrhein-Westfalen. Screenshot Twitter Markus Pretzell

Die AfD hat auf Facebook mehr Follower als die CDU und die SPD zusammen. Sie hat ein AfD-TV gegründet und sogar die kleinste AfD-Versammlung in Sachsen wird per Livestream übertragen. Sie provoziert mit allen Mitteln, um Wähler zu mobilisieren. In einem Strategiepapier schreibt sie, die AfD müsse «ganz bewusst und ganz gezielt immer wieder politisch inkorrekt sein und vor sorgfältig geplanten Provokationen nicht zurückschrecken.»

Seit einem Jahr – und das ist auffällig – sind damit vor allem Sprachbilder gemeint, die sich an den Nationalsozialismus anlehnen. Die AfD-Spitze benutzt diese Sprache ohne Not von sich aus. Die AfD-Anhänger nehmen das in Kauf. Denn seit dem Wahlsieg von Donald Trump träumen sie davon, längerfristig mehr als eine Protestpartei zu sein. «Frauke Petry statt Angela Merkel» lautet ein Schlachtruf.

Autor/in: Peter Voegeli, Redaktion: Monika Oettli