Venezuela – der Zusammenbruch eines Landes

  • Samstag, 28. Januar 2017, 9:08 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 28. Januar 2017, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 28. Januar 2017, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 28. Januar 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
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    • Sonntag, 29. Januar 2017, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
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Hungernde Menschen durchwühlen den Abfall. In den Spitälern fehlt es an Medikamenten und funktionierenden Apparaten. Die Jungen verlassen Venezuela. Verantwortlich für den Zusammenbruch des Landes sind vor allem die Chavisten. Sie wollen aber keine Kritik hören und klammern sich an die Macht.

Auch in der Armensiedlung Petare sind viele von Präsident Maduro enttäuscht.
Bildlegende: Auch in der Armensiedlung Petare sind viele von Präsident Maduro enttäuscht. Keystone

Venezuela verfügt über die grössten Erdöl-Reserven weltweit. Solange es das Öl zu Preisen von über 100 Dollar pro Fass exportieren konnte, funktionierte das chavistische System. Die Regierung konnte die armen Massen glücklich machen mit billigen Lebensmitteln und stark subventioniertem Benzin. Als der Ölpreis auf weniger als 50 Dollar fiel, zeigte sich, dass das System nicht nachhaltig ist. Grundnahrungsmittel sind aus den Regalen verschwunden. Es ist einträglicher, sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen als zu vorgeschriebenen Preisen in den Läden. Die Spitäler haben kein Geld mehr, um Medikamente zu kaufen und medizinische Geräte in Stand zu halten. Verzweifelte Patienten werden auf der Suche nach Hilfe von einem Spital zum anderen geschickt.


Hugo Chavez, der grosse Links-Populist und starke Mann Venezuelas, hat den Niedergang seines Landes nicht mehr erlebt. Er starb 2013. Sein Nachfolger Nicolas Maduro hält mit undemokratischen Mitteln an der Macht fest. Kritiker werden bepitzelt, eingeschüchtert und müssen damit rechnen, ins Gefängnis gesteckt zu werden.

Autor/in: Ulrich Achermann, Redaktion: Christoph Wüthrich