«Kum, Lejbke, tanzn» – Die Geschichte des jiddischen Tangos

  • Dienstag, 30. August 2016, 21:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 30. August 2016, 21:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 3. September 2016, 17:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Als Ende des 19. Jahrhunderts tausende Jüdinnen und Juden nach Argentinien emigrieren, vermischen sich in multikulturellen Grossstädten wie Buenos Aires bald die Tangorhythmen mit jiddischen Volksliedern.

Ein Paar tanzt in den Strassen von Buenos Aires Tango
Bildlegende: Von Osteuropa nach Buenos Aires und zurück. Imago/ McPHOTO

Aber der Tango und die jüdische osteuropäische Volksmusik sind nicht nur zwei Musikstile, die miteinander seelenverwandt sind. Sondern sie stehen auch für zwei ganz ähnliche Lebenswelten.

Die Texte im jiddischen Tango sind auf jiddisch. Sie erzählen von Heimatlosigkeit, von Ausgrenzung und natürlich von der Liebe. Mit dem Tangoboom in Paris schwappt auch der jiddische Tango nach Osteuropa über: Dort entstehen eigenständige Kompositionen und Texte, sie werden in Revuen aufgeführt und wie populäre Volkslieder gesungen - sogar in den Ghettos und Konzentrationslagern der Nationalsozialisten.

Jazz Collection geht auf Tuchfühlung mit den zeitlosen, melancholischen Tangoliedern und zeichnet mit der Musikethnologin Sarah Ross der bewegten Geschichte des jiddischen Tangos nach.

Redaktion: Theresa Beyer