Burnout – und alle stehen in der Pflicht

  • Dienstag, 1. Oktober 2013, 9:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 1. Oktober 2013, 9:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 1. Oktober 2013, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Burnout ist nicht bloss ein individuelles Problem. Partnerschaften, Teams und ganze Betriebe können ausbrennen. Damit das nicht passiert, müssen alle darauf achten, dass sie im Dialog bleiben  mit sich selbst und mit den andern.

Skispringer Sven Hannawald hatte 2003 seine Skisprung-Karriere für beendet erklärt: Nach erfolgreicher Behandlung eines Burnout-Syndroms wollte er sich nicht mehr den Belastungen des Profi-Sports aussetzen.
Bildlegende: Skispringer Sven Hannawald hatte 2003 seine Skisprung-Karriere für beendet erklärt: Nach erfolgreicher Behandlung eines Burnout-Syndroms wollte er sich nicht mehr den Belastungen des Profi-Sports aussetzen. Keystone

In eine Erschöpfung, in der gar nichts mehr geht, können wir alle fallen: Angestellte, Unternehmer, Schüler und Hausfrauen. Dahinter steht meist nicht nur Stress und Überlastung.

Das eigentliche Problem, sagt die Ärztin Mirriam Priess, ist der mangelnde Kontakt zu sich selber und zu den andern. Nur wer seine Möglichkeiten und sein Mass kennt und Verantwortung übernimmt für seine Lebenssituation, bleibt gesund.

Ist das bloss eine weitere Variante der Selbstoptimierung? Nein, sagt Mirriam Priess im Gespräch mit Katharina Kilchenmann, auch der Arbeitgeber und die Gesellschaft als Ganzes steht in der Verantwortung.

Buchhinweis:

  • «Burnout kommt nicht nur von Stress» von Dr. med. Mirriam Priess, Südwest Verlag

Autor/in: Katharina Kilchenmann