«Darf man das?» - Zwischen politisch korrekt und unkorrekt

  • Mittwoch, 20. Januar 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 20. Januar 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 21. Januar 2016, 6:10 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 21. Januar 2016, 10:55 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 22. Januar 2016, 8:35 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 24. Januar 2016, 8:25 Uhr, SRF info

Was ist erlaubt, was geht zu weit? Und welche Tabubrüche braucht eine Gesellschaft, um voranzukommen? «Kulturplatz» lotet Grenzen aus. Auf dieser Gratwanderung trifft Eva Wannenmacher einen so pointierten wie kontroversen Chefredaktor: Historiker Markus Somm von der «Basler Zeitung».

Beiträge

  • Political Correctness - Der Streit um die Redefreiheit

    Der Begriff sorgt schon lange für Auseinandersetzungen: politische Korrektheit. Während die einen mit politisch korrekter Sprache die Welt gerechter machen möchten, sehen die anderen darin nur ein Redeverbot. Wenn man den Mohrenkopf zum Schokokuss umtauft, mag dies ja noch ein Schmunzeln hervorrufen. Doch wenn es um Fragen der ethnischen Herkunft geht, wird es heikler - und schon bald sehr politisch. Das zeigt die Berichterstattung zu den sexuellen Übergriffen an Silvester in Köln exemplarisch.

    Meili Dschen

  • Mutterschaft bereuen - Neuer Zündstoff nach dem Tabubruch

    Die Studie «Regretting Motherhood» war 2015 ein Stich ins Wespennest: Mutterschaft bereuen - darf man das? Von «Rabenmütter!» bis «Endlich sagts mal jemand!» gingen daraufhin die Voten im Schlagabtausch. Die heftigen Reaktionen zeigen, dass hier an einem Tabu gerüttelt wird. Das zumindest behauptet die deutsche Soziologin Christina Mundlos. In ihrem neuen Buch «Mütterterror» kommt sie zum Schluss: Mutterschaft ist nicht automatisch Glücksbringer für die Frau. Und die Schweizer Autorin Sibylle Stillhart findet, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei noch in weiter Ferne.

    Sibilla Semadeni

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  • Quentin Tarantino - Politisch inkorrekt korrekt

    Der US-Filmregisseur ist kein Mann der leisen Töne. Political Correctness? Nicht bei Quentin Tarantino: In seinen Filmen türmen sich die Leichen, spritzt das Blut literweise und wird das Wort «Nigger» inflationär verwendet. Doch diese drastischen Mittel setzt der Kultregisseur nicht zur blossen Effekthascherei ein. Er greift damit soziale Missstände auf und schlägt sich auf die Seite von Minderheiten. Nun erscheint sein neuestes Werk: «The Hateful Eight». Was hat es damit auf sich? Und wie sensibel ist Tarantino wirklich? Eine Spurensuche mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen.

    Dario Pollice, Nino Gadient

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  • Freche Zunge und spitze Feder - Die Grenzen von Satire

    Der Satiriker Andreas Thiel und der Kolumnist Beni Frenkel sorgen für Aufsehen: Beide nehmen kein Blatt vor den Mund. Frenkel beschreibt seinen Alltag als gläubiger Jude mit viel Humor, bei dem einem das Lachen schon einmal gefrieren kann. Seine Textsammlung trägt denn auch den programmatischen Titel «Gar nicht koscher». Und Andreas Thiel sagt, Political Correctness sei gleichbedeutend mit Humorlosigkeit - diese wiederum «die Schwester der Intoleranz». Darf Satire also alles? Und wenn ja, soll sie dies auch? Oder gibt es selbst für solch streitbare Köpfe Grenzen?

    Eduard Erne

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