Ngozi Adichie, Espedal, Gospodinov und Remarque

  • Dienstag, 24. Juni 2014, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 24. Juni 2014, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 25. Juni 2014, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 25. Juni 2014, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 26. Juni 2014, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 26. Juni 2014, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 28. Juni 2014, 13:10 Uhr, SRF info

Gast-Moderator Rainer Moritz diskutiert mit Elke Heidenreich, Rüdiger Safranski und Hildegard E. Keller im Juni über Chimamanda Ngozi Adichie: «Americanah», Tomas Espedal: «Wider die Natur», Georgi Gospodinov: «Physik der Schwermut» und Erich Maria Remarque: «Im Westen nichts Neues».

Wir reden über Literatur. Über den neuen Roman von Chimamanda Adichie Ngozi, die Geschichte einer Nigerianerin, die nach Amerika auswandert und erst dort erlebt, was es heisst, schwarz zu sein. Über den Jahrhundertroman zum Ersten Weltkrieg: den Klassiker «Im Westen nichts Neues» von Erich Maria Remarque. Über den Roman «Physik der Schwermut» von Georgi Gospodinov, der um Themen wie Kindheit und Erinnerung kreist. Und über den Anfang und das Ende einer Liebe in Tomas Espedals Roman «Wider die Natur».

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Americanah» von Chimamanda Ngozi Adichie (S. Fischer)
  • «Im Westen nichts Neues» von Erich Maria Remarque (Kiepenheuer & Witsch)
  • «Wider die Natur» von Tomas Espedal (Matthes & Seitz)
  • «Physik der Schwermut» von Georgi Gospodinov (Droschl)

Beiträge

  • «Im Westen nichts Neues» von Erich Maria Remarque (KiWi)

    Der Jahrhundertroman «Im Westen nichts Neues» erschien 1928 als apolitischer Frontbericht eines Jedermann. Prompt wurde er von allen Seiten instrumentalisiert. Und das, obwohl Remarque im Typoskript noch klar Stellung bezogen hatte: gegen den Krieg an sich. Trotzdem hat Remarque zu weitgreifenden Textänderungen und biografischen Falschinformationen Hand geboten und damit nicht nur sein Buch, sondern auch sich selbst verraten. Anhand der neu aufgelegten Erstausgabe des Romans diskutiert die Runde den literarischen Stellenwert dieses Klassikers.

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  • «Americanah» von Chimamanda Ngozi Adichie (S. Fischer)

    Americanah werden in Nigeria die Rückkehrer aus den USA genannt. Von hier aus sind sie aufgebrochen, Ifemelu und Obinze. Ihr Weg führt nach Princeton und zum gesellschaftlichen Erfolg, seiner, als illegaler Einwanderer, nach London. Nach Jahren treffen sie sich in Lagos wieder. Unter völlig veränderten Umständen. Adichies Roman, Gewinner des National Book Awards, über Rassismus, den es eigentlich nicht mehr geben darf.

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  • «Physik der Schwermut» von Georgi Gospodinov (Droschl)

    Ein dreijähriger Junge wird im Jahr 1917 von seiner Mutter an einer Mühle ausgesetzt, in der Hoffnung, es werde sich schon jemand seiner annehmen. Ein bulgarischer Soldat wird im März 1945 in Ungarn schwer verwundet und von einer jungen Frau gesund gepflegt, die sich in ihn verliebt und ihm – um ihn nicht gehen lassen zu müssen – vorspielt, der Krieg sei noch in vollem Gange. Das sind nur zwei Figuren, in deren Leben sich die Hauptperson dieses Romans, ein gewisser Georgi, hineinversetzt, als wäre es sein eigenes.

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  • «Wider die Natur» von Tomas Espedal (Matthes & Seitz)

    Ein älterer Mann liebt eine junge Frau. Das ist «wider die Natur». Eine Affäre. Als die junge Frau den Mann verlässt, geht ein Riss durch sein Leben. Alles ist anders und die Erinnerungen beginnen: an die Jugend, die erste Liebe, Alltägliches. Der Norweger Tomas Espedal erzählt von einem Leben in Auflösung. Und kommt zum Schluss: «Du sagst Ende, aber die Liebe wird nicht enden».

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Der Distelfink» von Donna Tartt, Goldmann Verlag (Rainer Moritz) / «Wie das Blatt sich wendet» von Mo Yan, Hanser Verlag (Elke Heidenreich) / «Der Gotthard» von Carl Spitteler, Europa Verlag (Hildegard Keller) / «Die schrecklichen Kinder der Neuzeit» von Peter Sloterdijk, Suhrkamp Verlag (Rüdiger Safranski)

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