Wirklichkeit, Traum, Albtraum: Der Literaturclub im November

  • Dienstag, 18. November 2014, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 18. November 2014, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 19. November 2014, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 19. November 2014, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 20. November 2014, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 20. November 2014, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 22. November 2014, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Christine Lötscher, Julian Schütt und Rüdiger Safranski diskutieren im November über Patrick Modiano: «Gräser der Nacht», John Burnside: «Haus der Stummen», Thomas Pynchon: «Bleeding Edge», Hans Magnus Enzensberger: «Tumult» und über Gertrud Leutenegger: «Panischer Frühling».

Der Literaturclub diskutiert die wichtigen Bücher im November: Den neuen Roman von Nobelpreisträger Patrick Modiano «Gräser der Nacht», ein verstörendes Forschungsexperiment im Frühwerk von John Burnside. Eine historische Romanze aus der Anfangszeit des Internets von Rätselautor Thomas Pynchon. Hans Magnus Enzensberger trifft in «Tumult» auf seine Vergangenheit. Und: Gertrud Leutenegger erzählt von einer Begegnung der unheimlichen Art, die das Leben verändert.

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Gräser der Nacht» von Patrick Modiano (Hanser)
  • «Haus der Stummen» von John Burnside (Knaus)
  • «Bleeding Edge» von Thomas Pynchon (Rowohlt)
  • «Tumult» von Hans Magnus Enzensberger (Suhrkamp)
  • «Panischer Frühling» von Gertrud Leutenegger (Suhrkamp)

Beiträge

  • «Haus der Stummen» von John Burnside (Knaus)

    Luke ist von der Magie der Sprache fasziniert. Er beginnt ein Experiment an Zwillingen, die er seit ihrer Geburt gefangen hält und ohne Sprache aufwachsen lässt. Sie scheinen sich irgendwann durch eine Art Gesang zu verständigen. Luke wagt ein neues Experiment. Forschung und Wahn beschleunigen. John Burnsides erster Roman von 1997 ist erst jetzt auf Deutsch erschienen. Patrick Modianos Film Noir aus Paris.

  • «Panischer Frühling» von Gertrud Leutenegger (Suhrkamp)

    England ist wieder Inselreich, der Luftraum gesperrt, wegen eines Vulkanausbruchs auf Island. Eine Frau ist unterwegs in London, entlang der Themse. Als sie einen Zeitungsverkäufer trifft, mit einem Feuermal im Gesicht, beginnen sie beide nach und nach, von sich zu erzählen. Jonathan verschwindet plötzlich, die Erinnerungen enden – und die Suche beginnt. Gertrud Leuteneggers neuer Roman war auf der Shortlist des deutschen Buchpreises und ist für den Schweizer Buchpreis nominiert.

  • «Bleeding Edge» von Thomas Pynchon (Rowohlt)

    Eine neuartige elektronische Anwendung, die noch keinen erwiesenen Nutzen hat, das ist «Bleeding Edge». Die Wirtschaftsdetektivin Maxine Tarnow ist einer verbesserten Version des Computer-Spiels „Second Life“ auf der Spur. Aber auch Geheimdienste und andere interessieren sich. Thomas Pynchon erzählt auf gewohnt eigenwillige Art eine Geschichte aus der Frühzeit des Internets.

  • «Tumult» von Hans Magnus Enzensberger (Suhrkamp)

    Hans Magnus Enzensberger begegnet sich selbst, nach über fünfzig Jahren: Und er begegnet dem sowjetischen Parteichef Chruschtschow auf seiner Datscha, lernt seine russische Frau kennen, gerät 1968 in eine Phase des Tumults, politisch und privat. Er ist in den USA, auf Kuba und in Berlin. „Den Verschwundenen“ ist das Buch gewidmet. Es ist sein Abschied von den Obsessionen der sechziger Jahre.

  • «Gräser der Nacht» von Patrick Modiano (Hanser)

    Jean erinnert sich an seine frühere Geliebte Dannie. Eine schillernde Figur, die in einem zwielichtigen Milieu im Paris der sechziger Jahre verkehrt. Als sie plötzlich verschwindet, wird Jean als Zeuge in einem ungeklärten Todesfall verhört. Eine neue Geschichte beginnt. Patrick Modianos Film Noir aus Paris.

  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Der Ozean am Ende der Strasse» von Neil Gaiman, Eichborn Verlag (Christine Lötscher) / «Wiedersehen mit den Siebzigern» von Ulrich Raullf, Verlag Klett-Cotta (Julian Schütt) / «Herkunft» von Botho Strauss, Hanser Verlag (Rüdiger Safranski) / «April» von Angelika Klüssendorf, Verlag Kiepenheuer & Witsch (Nicola Steiner)