Woher stammt der Ausdruck «blauäugig sein»?

Blauäugig sein bedeutet, man ist naiv, unerfahren, gutgläubig oder übertrieben optimistisch. In einem Lexikon von 1811 hat Christian Schmid die Redewendung «blaue Augen haben» gefunden, daraus hat sich das heute bekannte «blauäugig sein» entwickelt.

Man kann blaue Augen haben ohne «blauäugig» zu sein.
Bildlegende: Man kann blaue Augen haben ohne «blauäugig» zu sein. colourbox

Im Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten schreibt Lutz Röhrich, die Augenfarbe Blau sei bekannt als Sinnbild der Treue, des Durchsichtigen, des nicht Verstellten. Sie weist aber auch darauf hin, dass jemand noch unbedarft wie ein Kleinkind ist, da Babys in unseren Breitengraden bis zu einem gewissen Alter immer blaue Augen haben.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Christian Schmid