Tomi Ungerer: «Zum Glück bin ich nie glücklich gewesen»

Tomi Ungerer vereint Aschenbrödel und Menschenfresser, Hausfrauen und Dominas. Was steckt hinter diesem Menschen, der freche Kinderbücher herausgibt und mit seiner Kunst und seinen Worten so gerne provoziert? Und was meint er, wenn er sagt: «Zum Glück bin ich nie glücklich gewesen»?

Tomi Ungerer: Rebell und Kinderfreund
Bildlegende: Tomi Ungerer braucht wenig Striche und wenig Worte für grosse Aussagen. Keystone

Der junge Elsässer verpatzte die Maturitätsprüfung und beschloss, die Welt zu erkunden: «Ich werde Wanderer sein.» Ein Wanderer wurde Ungerer. Er bereiste die Welt, verbrachte wichtige Jahre in New York und Kanada und liess sich schliesslich Mitte der 1970er-Jahre an der irischen Küste nieder, wo er bis heute mit seiner Familie lebt.

Tomi Ungerer liebt die Provokation und Geschmacklosigkeiten. Er schiesst kleine Pfeile, die ins Schwarze treffen. Elke Heidenreich sagt über ihn: «Er ist ein Kunstarbeiter, der die Welt umpflügt mit Strichen und Worten.»

(Erstausstrahlung am 25.10.2015)


Buchhinweise:
Tomi Ungerer. Adelaide. Das fliegende Känguruh. Diogenes
Tomi Ungerer. Kein Kuss für Mutter. Diogenes
Tomi Ungerer. Die Hölle ist das Paradies des Teufels. Diogenes
Tomi Ungerer. Die Gedanken sind frei. Diogenes
Tomi Ungerer. Es war einmal mein Vater. Diogenes

Gespielte Musik

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Susanne Sturzenegger