Hypertrophie. Das Phänomen der Klangmasse

Die Masse. Althochdeutsch Massa. Über das Lateinische kam es vom griechischen «Masa», dem Fladen, dem Teigklumpen.

Das Phänomen Klangmasse.
Bildlegende: Das Phänomen Klangmasse. Keystone

Zunächst nichts anderes als unstrukturierte Materie. Ein Brei. Kulturlos und gefährlich. Ungeformt, aber formbar und von grosser Anziehungskraft nicht nur für Diktatoren, sondern auch Künstler: von Anton Bruckners ekstatisch-religiösen Klangballungen über Gustav Mahlers «Sinfonie der Tausend» oder der devoten Huldigung in Dmitri Schostakowitschs «Lied von den Wäldern» bis hin zu neuen und neuesten Ansätzen wie Horatio Radulescus im Raum aufgeblähtem 4. Streichquartett oder der sogenannten Granularsynthese.

Gespielte Musik

Autor/in: Florian Hauser