Klang-Bilder, doch keine Filmmusik: das Wiener Akusmonium

Klang-Bilder sollen entstehen, meint der französische Pionier der akusmatischen Musik, doch von gängiger Filmmusik, bei der ganz reale Bilder imaginiert werden können, ist die Akusmatik weit entfernt.

Lila-gelb beleuchtete Lautsprecher in einem Club.
Bildlegende: Bei akusmatischer Musik sind die Klangerzeugungsmittel nicht sichtbar und in der Regel auch nicht identifizierbar. Imago/David Heerde

Vielmehr sind es imaginierte Räume, Klangräume, die die Komponistinnen und Komponisten akusmatischer Musik im Studio oder am Computer entwerfen. Die Lautsprecher sind es, die die Musik lebendig werden lassen und mit denen unterschiedliche Interpretationen möglich werden, ganz so wie man es von Instrumental- oder Vokalwerken her kennt. Gerade die komponierte Räumlichkeit ist es, die diese elektroakustische Musik in all ihrer Dimension erst über viele Lautsprecher so plastisch und lebendig werden lässt.

So wie ein Live-Erlebnis eines Symphonieorchesters eben meistens doch noch etwas anderes ist, als wenn man dasselbe Stück im heimischen Wohnzimmer hört. Thomas Gorbach ist Komponist elektronischer und akusmatischer Musik. Und er hat im Laufe vieler Jahre in Wien ein Lautsprecherorchester, ein Akusmonium, zusammen gestellt.

Was ist das Besondere an akusmatischer Musik? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Akusmonien etwa in Frankreich, Belgien oder Österreich? Wie spielt man diese Instrumente? Und wie klingt die Musik von Thomas Gorbach selbst? Darüber unterhält sich Nina Polaschegg mit dem Komponisten und Akusmatiker.

Gespielte Musik

Redaktion: Nina Polaschegg