Bergfahrt mit Franz Welser-Möst und dem Tonhalle Orchester Zürich

«Endlich ist er wieder da» - schon der Empfang für den ehemaligen Chefdirigenten der Zürcher Oper war demonstrativ begeistert. Und «FWM» blieb seinen Fans in der Zürcher Tonhalle nichts schuldig, dank eines Orchesters in bester Spiellaune.

Franz Welser-Möst beim Dirigieren eines Konzertes.
Bildlegende: Franz Welster-Möst begeisterte bei seiner Rückkehr nach Zürich. Keystone

Das Programm bietet eine Bergfahrt mit anspruchsvollem Vorspiel: Die «Chronochromie» von Olivier Messiaen in ihrer schillernden Komplexität – streckenweise schichtet der Komponist in der Partitur bis zu 18 Vogelstimmen übereinander – wirkt wie eine moderne Vorbereitung auf den Alpenspaziergang mit Richard Strauss.

Und die «Alpensinfonie» von 1915 wird in der Interpretation von Welser-Möst zur philosophischen Bergtour mit vielen zarten Klangfarben und überraschendem Gewitter-Ausbruch. Kein Wunder, will man in Cleveland den Wiener, der seit bald 15 Jahren dem Orchester vorsteht, nicht ziehen lassen und hat seinen Vertrag bis 2022 verlängert. In der Zürcher Tonhalle wird er als Gast weithin hoch willkommen sein.

Olivier Messiaen: Chronochromie
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

Tonhalle Orchester Zürich
Franz Welser-Möst, Leitung

Konzert vom 11. März 2016, Tonhalle Zürich

Redaktion: Jenny Berg