Festival Brunegg: Lebensstürme - in all moods and senses

Nur einmal im Jahr öffnet das Schloss Brunegg seine Pforten, für eine handverlesene Gruppe von Musikern und ein passioniertes Kammermusik-Publikum. An Pfingsten 2017 waren besonders die Duos bemerkenswert.

Schloss Brunegg
Bildlegende: Schloss Brunegg. Wikimedia/Lutz Fischer-Lamprecht

Schuberts «Lebensstürme» kamen dank dem ungarischen Ehepaar Varjon-Simon zu Gehör, und die beiden prominenten Cellisten Rafael Rosenfeld und Tomas Demenga taten sich für das Konzert im alten Schlosssaal erstmals zusammen, um miteinander lustvoll den Saitensport à la Paganini auf ihre Instrumente zu übertragen. Besonderen Reiz entfalten die «Winterviolen», mit denen Alfred Zimmerlin dem Bratschen-Duo unerhörte Klangfarben erschliesst. Wie der künstlerische Leiter des Festivals, Jürg Dähler, mit der Komposition von H.-U.Lehmann in den allerleistesten Töne für höchste Konzentration sorgte, war ebenso faszinierend wie das romantische Verschmelzen von Cello und Klavier in Schuberts grossartiger Arpeggione-Sonate.

Franz Schubert: Sonate für Arpeggione und Klavier a-Moll D 821
Niccoló Paganini/Thomas Demenga: Moses-Variationen für zwei Violoncelli
Hans-Ulrich Lehmann: «Viola in all moods and senses» für Viola solo
Franz Schubert: «Lebensstürme» für Klavier vierhändig a-Moll D 947
Alfred Zimmerlin: Zwei Winterviolen. Sechzehn Stationen für zwei Violen (Urauffühung)
Niccoló Paganini/Thomas Demenga: Caprice Nr. 24 für zwei Violoncelli


Jürg Dähler, Viola
Allessandro D'Amico, Viola
Thomas Demenga, Violoncello
Rafael Rosenfeld, Violoncello
Dénes Varjon, Klavier
Izabella Simon, Klavier

Konzerte vom 3. Juni 2017, Schloss Brunegg

Dieses Konzert können Sie während 30 Tagen nach Sendetermin nachhören.

Redaktion: Gabriela Kaegi