Hector Berlioz: Roméo et Juliette

Es ist das Liebesdrama par excellence: Der Kampf zwischen den Montagues und den Capuleti, zwischen dem Romeo und Julia aufgerieben werden.

Hector Berlioz hat aus Shakespeares Stoff aber nicht eine Oper (wie vielleicht zu erwarten), sondern eine Sinfonie komponiert. Genauer: Eine dramatische Sinfonie mit Solostimmen und Chor. Das Drama entfaltet sich trotzdem weniger in den Gesangsstimmen (bzw. im Text) als durch das, was Berlioz in den musikalischen Klangkörper legt. Berlioz, der grosse Orchester-Erneuerer, schreibt ein Drama nicht für die Bühne, sondern konzentriert es ganz in seiner Musik. Was für die Musikerinnen und Musiker des Orchestre National de France und den Dirigenten Daniele Gatti die Möglichkeit (und die Pflicht) ergibt, sich mit Inbrunst dieser Partitur zu widmen.

Orchestre National de France
Choeur de Radio France
Daniele Gatti, Leitung
Marianne Crebassa, Sopran (Juliet)
Paolo Fanale, Tenor (Roméo)
Alex Esposito, Bass (Bruder Laurence)

Konzert vom 18. September 2014, Théâtre des Champs-Elysées, Paris

Redaktion: Patricia Moreno