Grosseltern zwischen Lust und Frust

Senioren

«Mit den Enkeln zusammensein ohne sie erziehen zu müssen, finde ich das Schönste am Grossmuttersein», sagt Heidi Oetiker-Bänninger. Die Familien- und Paartherapeutin spricht über die glücklichen Momente der Grosselternschaft und mögliche Generationenkonflikte bei der Betreuung der Kinder.

Ein Bub erhält von seinem Grossvater links und seiner Grossmutter rechts einen dicken Kuss auf die Wange gedrückt.
Bildlegende: Eine gute Beziehung zwischen Grosseltern und Enkelkindern ist spür- und sichtbar. istockphoto

Auch wenn Heidi Oetiker-Bänninger die Grosskinder nicht erziehen muss, ihre Entwicklung kann sie trotzdem miterleben. Dass die Eltern der Enkelkinder ihr vertrauen, findet sie schön. Auch dass die Erwartungen dem angepasst werden, was ein Grosi noch zu leisten vermag.

Zurückhaltung bei Ratschlägen

Grosseltern neigen dazu, der nächsten Generation bezüglich Kindererziehung ungefragt Ratschläge zu erteilen. «Mit Ratschlägen muss man sehr vorsichtig sein», sagt die Familientherapeutin. Besser ist man hält sich damit zurück, bis man um Rat gefragt wird.

Verbindlichkeit und Wertschätzung

Verbindlichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für eine intensive Beziehung zwischen Grosseltern und Enkelkindern. Durch regelmässige Besuche oder Betreuung wächst die Beziehung.

Schliesslich hat Heidi Oetiker-Bänninger auch noch einen Rat an die Eltern: Den Einsatz der Grosseltern wertschätzen und nicht als selbstverständlich annehmen.

Moderation: Fränzi Haller, Redaktion: Pia Kaeser