Erde in Not: Was sagt der Weltklimareport?

Hunderte von Wissenschaftlern, 5 Jahre Forschung, 5000 Seiten: Der Weltklimareport. Noch nie gab es einen so umfassenden Bericht über den Zustand unserer Erde. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen keine Angst verbreiten, sondern Lust auf die Bewahrung unseres Planeten und seiner Geschöpfe machen.

Rauchende Fabrikschornsteine. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kohlendioxid-Ausstoss, schmelzende Polkappen und Gletscher: Die Klimaerwärmung stellt die Menschheit im 21. Jahrhundert vor gewaltige Herausforderungen. Keystone

«Wir leben gemeinsam auf dem Raumschiff Erde. Alles was wir tun, hat Folgen für jeden von uns.» Rachendra Pachauri, Vorsitzender der UN-Weltklimaorganisation IPCC, bringt mit diesen Worten die Erkenntnisse aus dem Weltklimareport auf den Punkt. Ein umfassender Bericht über den Zustand der Erdsysteme, von deren Stabilität und Gleichgewicht unser aller Leben abhängt.

Fische im Korallenriff. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht nur der Mensch, auch die Artenvielfalt der Ozeane ist von einem stabilen Klima abhängig. Zeitfilm Media GmbH

Ob Wasser, Nahrung, Energie- und Gesundheitspolitik: In acht Kapiteln zeigt der Zweiteiler «Erde in Not», was die Wissenschaftler über den blauen Planeten zusammen getragen haben. Dabei wird deutlich, dass es immer noch gelingen kann, die Erde und deren Geschöpfe zu bewahren.

Jedoch tickt laut dem Gletscherforscher Jeffrey Kargel die Uhr: «Wir haben noch Zeit, Lösungen zu suchen, aber wir haben keine Zeit zu verlieren.»

Vor allem jungen Wissenschaftlern oder Unternehmern bieten sich laut Chris Field, Leiter der Arbeitsgruppe Klimaanpassung, viele Chancen beim Aufbau einer klimaverträglichen Weltwirtschaft: «Im 21. Jahrhundert sollten wir Wissenschaft und Technik endlich nutzen, um mit dem Planeten und nicht gegen ihn zu arbeiten.»

Ein Hubschrauber und zwei Zelte vor einer mächtigen, aber gletscherlosen Bergkulisse im Himalaja. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch in diesem Jahrhundert drohen die Gletscher im Himalaja durch die Erwärmung als Wasserspeicher auszufallen Zeitfilm Media GmbH

Wichtige Weichenstellungen – etwa erste Schritte hin zur Abkehr von fossilen Energieträgern – müssten jedoch bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre geschehen.

Wie und ob die Menschheit die Klimaerwärmung in den Griff bekommen wird, ist noch ungewiss. Sicher ist jedoch, dass es dabei an Herausforderungen nicht mangeln wird.

Stufe: Sek I, Sek II

Fächer: Geografie, Gesellschaft, Physik

Stichwörter: Energiepolitik, Naturschutz, Umweltschutz, Klimaerwärmung, Klimawandel, Erdsysteme, Treibhausgase, Treibhauseffekt, Atmosphäre, Aerosole, Dürre, Braunkohle, Erdöl, Epidemien

Produktion: Jörg Altekruse. Zeitfilm Media GmbH 2014

Verkauf: Online-Shop SRF mySchool

VOD: Unbegrenzt.

Sendungen zu diesem Artikel

  • SRF 1 23.05.2017 09:00

    SRF mySchool
    Erde in Not: Faktor Mensch (2/2)

    23.05.2017 09:00

    Die Klimaveränderung beeinflusst alle Lebensbereiche des Menschen. Wie decken wir in Zukunft den wachsenden Energiebedarf? Welche Auswirkungen hat die Erwärmung auf die Gesundheit der Menschen und deren Nahrungsmittelproduktion? Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind gewaltig.

    Unterrichtsmaterial

  • SRF 1 22.05.2017 09:00

    SRF mySchool
    Erde in Not: System Erde (1/2)

    22.05.2017 09:00

    Schmelzende Polkappen, auftauender Permafrost in der Tundra und Veränderungen im fragilen Ökosystem der Regenwälder: Für den Weltklimareport wurde unsere Erde so gründlich analysiert, wie noch nie. Dabei haben die Forscher Warnsignale in jedem Winkel der Erde entdeckt.

    Unterrichtsmaterial