Alchemisten: Das Jack Quartet spielt Zorn und Boulez

Am Anfang stand ein Witz. Denn das erste Werk, das die vier jungen Musiker erarbeitet haben, war das Streichquartett mit dem Untertitel GRIDO von Helmut Lachenmann.

Grido ist nicht nur italienisch (für Schrei), sondern auch ein Akronym, ein Kurzwort aus den Anfangsbuchstaben der Musiker, denen Lachenmann das Stück gewidmet hat, dem weltberühmten Arditti-Quartett. Also dachten sich die vier jungen Amerikaner, wenn Lachenmann das Stück nicht den Ardittis gewidmet hätte, sondern ihnen, dann müsste es JACK heissen – für John Richards (Bratsche), für Ari Streisfeld und Christopher Otto (Geigen) und für Kevin McFarland (Cello). Eben JACK. Das wars, und dabei blieb es.Und heute ist das Jack Quartet eines der besten und spannendsten Ensembles für Neue Musik.

In dieser Aufnahme aus der Grange aux Concerts in Cernier spielen die Jacks neben Musik von John Zorn auch das «Livre pour quatuor» von Pierre Boulez – in der Urversion und in der überarbeiteten Fassung.

John Zorn: The Alchemist
Pierre Boulez: Livre pour quatuor (1948/49)
Pierre Boulez: Livre pour quatuor (2011/12)
John Zorn: The Remedy of Fortune
Jack Quartet

Konzert vom 24.08.15, Grange aux Concerts, Cernier

Redaktion: Florian Hauser