Aggressive altern schneller

Aggressivität und eine schlechte Anpassungsfähigkeit könnten das Risiko erhöhen, im mittleren Lebensalter Gedächtnisprobleme zu entwickeln.

Eine junge blonde Frau mit wütendem Gesichtsausdruck schlägt mit geballter Faust Richtung Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Je aggressiver die Person, desto schneller lässt ihr Gedächtnis nach. imago

Bei Personen mit aggressiver Einstellung und solchen, die sich eher schlecht mit schwierigen Situationen arrangieren, baut das Gedächtnis schneller ab als bei ausgeglicheneren Altersgenossen. «Wir haben festgestellt, dass eine generell unfreundliche Einstellung und schlechte Stressbewältigung einen ähnlichen Effekt auf unsere geistigen Fähigkeit haben wie das Altern um etwa ein Jahrzehnt», erklärte Studienleiter Emiliano Albanese von der Universität Genf.

Die Schweizer und US-Forscher stützen sich dabei auf Daten, die ursprünglich das Herzrisiko rund 3000 junger Erwachsener mit Durchschnittsalter von 25 Jahren erfassten. Im Rahmen der Studie war jedoch auch die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten während mehr als zwei Jahrzehnten mit Persönlichkeitstests erfasst worden.

Dabei wurden der Umgang mit Stress, die Vernunfts- und Gedächtniskapazität oder aggressives Verhalten ebenso dokumentiert wie fehlendes Vertrauen oder negative Gefühle für andere und die Anpassungsfähigkeit an widrige Umstände.