Gesunde Füsse für den ganzen Körper

Senkfuss, Knickfuss, Spreizfuss – bei bis zu zehn Prozent der Menschen entsprechen die Füsse nicht der Norm. Das kann zu Problemen führen, und zwar nicht unbedingt am Fuss: Knieweh, Rückenweh, Kopfweh. Übungen aus der Spiraldynamik können dem Fuss und damit dem ganzen Körper helfen.

Zwei Übungen für gesunde Füsse.
Bildlegende: Übungen: So bringen Sie das Quergewölbe des Fusses hin (Bild 1) und das Fersenbein wieder ins Lot (Bild 2). SRF

Der Fuss ist mehr als unser Kontakt zum Boden, er ist unser Fundament. Ist dieses Fundament krumm, kann man nicht solid darauf aufbauen.

Die häufigste Fehlstellung des Fusses ist der Senkfuss, der «erworbene Plattfuss». Von einem Senkfuss spricht man, wenn das natürliche Gewölbe des Fusses abgeflacht ist. Ursachen können viel Sport, zu wenig Bewegung, Übergewicht, schwache Muskulatur oder lockeres Bindegewebe sein.

Folgende Übungen aus der Spiraldynamik können dem Fuss und damit dem ganzen Körper helfen:

  • Fersen-Lot: Flacht der Fuss ab, kippt die Ferse nach innen und das Fersenbein steht nicht mehr im Lot. Legen Sie einen Zettel von innen unter das Grosszehengrundgelenk (wo die grosse Zehe am Fuss «angemacht» ist) und einen Zettel von aussen unter die Ferse. Belasten Sie nun den Fuss so, dass man diese beiden Zettel nicht wegziehen kann, also die Ferse eher aussen, die Fussballe jedoch eher innen. Der Fuss verschraubt sich leicht, das Gewölbe bildet sich.
  • Quergewölbe: Nicht nur unter der Fussmitte sollte sich ein Gewölbe bilden (Längsgewölbe), sondern auch unter den Zehengrundgelenken (Quergewölbe). Legen Sie eine Blume unter die Fussballe und versuchen Sie, diese auszuheben. Aber Achtung: Nicht mit den Zehen krallen, sondern mit der Fussfläche. Das ist gar nicht so einfach. Als Vereinfachung können Sie auch einen Fünfliber verwenden. Versuchen Sie, beim Gehen diese Fusshaltung beizubehalten.
  • Barfuss gehen, Balancetraining oder Massage beziehungsweise Mobilisierung der Füsse sind weitere Übungen für die Füsse.

Es macht Sinn, diese Übungen in den Alltag einzubauen. Sie können die Übungen beim Warten auf den Zug oder den Bus, beim Zähneputzen oder beim Arbeiten machen.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Brigitte Wenger