Keine Angst vor der Narkose

Übelkeit, Vergesslichkeit, nicht mehr aufwachen, die Kontrolle über den Körper verlieren: Häufig macht uns die Narkose mehr Angst als die Operation selber. Aber bleibende Schäden, die auf die Narkose zurückzuführen sind, sind extrem selten. Die richtige Vorbereitung ist das A und O.

Ärztin mit Sauerstoffmaske.
Bildlegende: Zählen Sie von zehn rückwärts, spätestens bei sieben schlafen Sie ein. colourbox.com

«Wir Anästhesisten brauchen das gründliche Vorgespräch, um die richtige Narkose und die richtige Dosierung zu finden», sagt Michael Ganter, Chefarzt Anästhesie des Kantonsspitals Winterthur. «Im Vorgespräch geht es auch darum, den Patienten aufzuklären und zu beruhigen.»

Als Patient können Sie mithelfen, das Vorgespräch erfolgreich zu gestalten:

  • Nehmen Sie alle Arztberichte, Unterlagen und eine Medikamentenliste mit zum Gespräch.
  • Zählen Sie alle zusätzlichen Erkrankungen, Allergien, frühere Operationen und Narkosen auf.
  • Traten bei früheren Narkosen oder Operationen Komplikationen auf, erwähnen Sie diese.
  • Hören Sie sich auch in der Verwandtschaft um, ob es jemals zu einem Narkosezwischenfall gekommen ist.
  • Falls Sie aus religiösen oder anderen Gründen bestimmte medizinische Vorlieben haben, erwähnen Sie diese.
  • Teilen Sie Ihrem engen Umfeld mit, wenn Sie Krankheiten haben oder Medikamente nehmen. Falls es zu einer Notfallsituation kommt, kann das Wissen Ihrer Nächsten hilfreich sein.

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Brigitte Wenger