Sonnencreme-Kauf: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Geschüttelt – oder gerührt? Da hat es James Bond bei seinem Drink vergleichsweise einfach. Bei Sonnencremes sind die Möglichkeiten vielfältiger. Gel, Öl, Fettcreme oder Spray? Billigprodukt oder teure Marke? Entscheidend bei der Wahl ist der Hauttyp. Der Preis spielt für die Wirkung keine Rolle.

Flasche mit Sonnencreme vor Strandkulisse
Bildlegende: Ob günstig oder teuer - entscheidend ist der Lichtschutzfaktor. Colourbox

Grundsätzlich halten Sonnencremes, was sie versprechen. Der Sonnenschutzfaktor, der auf der Flasche drauf steht, steckt auch drin. «Wichtig beim Kauf von Sonnencremes ist, sie seiner Haut entsprechend auszusuchen», sagt Christoph Schlapbach, Professor für Dermatologie am Inselspital Bern. Wer trockene Haut habe, sei mit einer fettigen Creme gut aufgehoben. Wer jedoch zu Pickeln neige, sollte es mit einem trocknenden Gel probieren.

Wer mehr für Sonnencremes hinblättert, ist nicht besser geschützt als jemand, der sein Portemonnaie schont. Hauptsache, so Christoph Schlapbach, man cremt sich gründlich mit einem passenden Produkt ein. Besser also, man investiert das gesparte Geld in Sonnenschirm, Sonnenbrille und T-Shirt. Das ist nach wie vor der beste Schutz – und erst noch clever.

Gut zu wissen beim Sonnencreme-Kauf:

  • Grundsätzlich halten Sonnencremes, ob vom Kaufhaus oder Discounter, was sie versprechen.
  • Es besteht kein Zusammenhang zwischen Preis und Wirkung.
  • Creme, Spray oder Gel – der Hauttyp und die Vorlieben sind entscheidend.
  • Für Babies und Kleinkinder keine Sprays, weil sie das Produkt einatmen können.
  • Babycremes sind speziell für Babies entwickelt. Erwachsene sind mit anderen Cremes besser geschützt.
  • Anti-allergische Sonnencremes haben kaum Konservierungsstoffe und kein Parfüm.
  • Wer sensible Haut ohne Allergien hat, kann parfümierte Cremes für empfindliche Haut benutzen.
  • Spezielle Cremes fürs Gesicht sind kosmetischer Natur (Bsp. Kein Glänzen, etc.) Aus ärztlicher Sicht kann die Sonnencreme für den Körper auch fürs Gesicht verwendet werden.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Noëmi Gradwohl