Was tun, wenn Naturgefahren drohen?

Wer eine Bergwanderung unternimmt, muss mit Blitz und Donner, Schnee oder Steinschlag rechnen. Wie geht man mit diesen Naturgefahren auf Bergwanderungen um? Experten haben die wichtigsten Tipps.

Mutter mit Kindern sitzt auf einem Berg beim Picknick, am Himmel hängen Wolken
Bildlegende: Auf jeder Wanderung kann plötzlich ein Gewitter aufziehen. Mit einfachen Tricks ist man aber geschützt Colourbox

Joel Rominger von SRF Meteo sagt, Unfälle mit einem Blitz könne man vermeiden, wenn man bei Gewittern in den Bergen richtig reagiert. Seine Tipps:

  • Sofort Schutz suchen. Am besten in einem Auto, einem Gebäude oder unter einem Felsen, aber nicht am Felsen anlehnen.
  • So schnell wie möglich vom Gipfel absteigen. Man darf auf keinen Fall der höchste Punkt sein.
  • Weg von einzelnen Bäumen. Besser ist, man sucht Schutz im Wald.
  • In einer Mulde in die Hocke gehen. Die Füsse sollten möglichst nahe beieinander stehen.
  • In der Gruppe zwei Meter Abstand halten. So werden nicht alle vom Blitz getroffen und die Unversehrten können erste Hilfe leisten.

Schnee kann auch im Sommer immer wieder zum Problem werden, sagt Gian Darms vom Schnee- und Lawinenforschungszentrum (SLF) in Davos. Seine Tipps:

  • Gutes Schuhwerk tragen, damit man morgens auf gefrorenem Schnee nicht ausrutscht.
  • Bei Neuschnee besonders vorsichtig sein, da der Schnee ins Rutschen kommen kann, wenn die Temperaturen wieder steigen.

In Sommermonaten, in denen der Permafrost auftaut, gilt erhöhte Gefahr von Steinschlag. Sollte die Gefahr gross sein, werden Wanderwege geschlossen. Bei geringerer Gefahr werden Warnsignale aufgestellt. Ueli Mosimann, Leiter Sicherheit bim Schweizer Alpenclub (SAC) rät:

  • Zügig durch Gebiete mit Steinschlaggefahr marschieren, keine Pause einlegen.
  • Bei auftretendem Steinschlag nicht rennen, da sonst die Gefahr besteht, auszurutschen und schlimmstenfalls abzustürzen.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Sandra Witmer