Im Heim

  • Sonntag, 10. Januar 2016, 21:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 10. Januar 2016, 21:40 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 11. Januar 2016, 4:05 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 14. Januar 2016, 8:30 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 14. Januar 2016, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 15. Januar 2016, 15:15 Uhr, SRF 1

Vor einem Jahr erschütterte die Gewalttat einer Mutter die Schweiz: Die junge Frau brachte ihre beiden Kinder um, damit sie nicht zurück ins Kinderheim mussten. Die Heimplatzierung als schlimmste Möglichkeit, schlimmer als der Tod. Ein Extremfall. Anlass für einen Augenschein in einem Kinderheim.

Gewalt, Sucht, Krankheit: die Gründe sind mannigfach, wieso Eltern nicht für ihre Kinder sorgen können. Die erste Auffangstation ist in diesen Fällen das Kinderheim, zum Beispiel das «Tipi» im zürcherischen Birmensdorf. Können Kinder einen solchen Einschnitt unbeschadet überstehen? Dieser Frage geht die Reportage von Nathalie Rufer nach.

Eva feiert Geburtstag, sie wird zweijährig. Bereits zum zweiten Mal feiert sie nicht etwa mit Mami und Papi, sondern mit ihren Bezugspersonen im Kinderheim. Es gibt Geschenke, Kuchen und Kerzen, aber auf einen Anruf der Eltern warten alle vergeblich. Evas Mutter ist psychisch krank, der Vater lebt im Ausland, die Kleine hat praktisch ihr gesamtes Leben im «Tipi» verbracht.

In der Regel bleiben die Kinder nur Tage bis zu wenigen Monaten im «Tipi», danach kehren sie zurück in ihre Familien oder werden in Pflegefamilien platziert. In dieser Zeit müssen die Sozialpädagoginnen eine Bindung zum Kind aufbauen und es gleichzeitig bereits auf den Abschied vorbereiten. Eine grosse emotionale Herausforderung, für beide Seiten.

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  • Fremdplatziert (Artikel enthält Video)

    Fremdplatziert

    Wie ergeht es Kindern, die ins Heim müssen? Nathalie Rufer ging dieser Frage im Kinderhaus «Tipi» in Birmensdorf nach.

    7.1.2016