Roger Schawinski im Gespräch mit Werner van Gent

  • Montag, 20. März 2017, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 20. März 2017, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 21. März 2017, 3:30 Uhr, SRF 1
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    • Sonntag, 26. März 2017, 14:30 Uhr, SRF info

Länder wie die Niederlande oder die Schweiz stellen sich gegen den Wahlkampf von Erdoğan bei Auslandtürken. Nazi-Vergleiche und Sanktionen sind seine Retourkutsche. Bahnen sich da diktatorische Verhältnisse und eine diplomatische Krise an? Auslandkorrespondent Werner van Gent kennt Antworten.

Nimmt die Türkei im April die Einführung des Präsidialsystems an, würde Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet werden: Er könnte das Parlament auflösen, wäre vom Gebot der parteipolitischen Neutralität entbunden und könnte beinahe alle Verfassungsrichter selbst bestimmen. Entsprechend umstritten ist die Vorlage und benötigt offensichtlich Zuspruch aus dem Ausland: Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoğlu wollte sowohl in den Niederlanden als auch in der Schweiz oder Deutschland auf Stimmenfang gehen.

Soweit kam es aber nicht. Während die Niederlande die Landeerlaubnis von Cavusoğlu entzog, wurde der kürzlich geplante Auftritt im Raum Zürich wegen Sicherheitsbedenken «verschoben». Nazi-Vergleiche und Sanktionen waren die Retourkutsche aus der Türkei. Während Erdoğan tobt, sorgt man sich hierzulande um die türkische Demokratie, das laizistische Prinzip und die Pressefreiheit. Werden sich die Fronten zwischen Anhängern und Gegnern von Erdoğan zunehmend verhärten, auch hier in der Schweiz? Bahnt sich eine diplomatische Krise an, die am Schluss den «Flüchtlingsdeal» zwischen der Türkei und Europa platzen lässt?

Werner van Gent, langjähriger Auslandkorrespondent für Griechenland und die Türkei, diskutiert mit Roger Schawinski die brennendsten Fragen.