Sind Männer wehleidiger als Frauen?

Für die Fortpflanzung der Menschheit spielt der Mann im Gegensatz zur Frau eine Nebenrolle. Daher ist der Mann auch schlechter gegen Krankheits-Erreger geschützt als die Frau.

Er hat Grippe. Ihm gehts ganz, ganz schlecht.
Bildlegende: Er hat Grippe. Ihm gehts ganz, ganz schlecht. Colourbox

Das zeigt sich an der Anzahl der verschiedenen Blutkörperchen im Blut. Greifen Bakterien den Körper einer Frau an, wehrt sich eine doppelt so grosse weisse Blutkörperchen-Armee gegen die Aggressoren, wie wenn der Körper des Mannes angegriffen wird.

Frauen werden deshalb bei gleicher Anzahl Bakterien weniger schnell krank. Kommt hinzu, dass die Entzündungsreaktion bei Frauen geringer ist und sie daher eine Krankheit leichter wegstecken.

Bei Männern hingegen haben Bakterien und Co. ein leichteres Spiel: der Mann hat weniger Schutz-Blutkörperchen, die Bakterien können dessen Immunsystem schneller angreifen, die Entzündungsreaktion ist schwerer, der Mann fühlt sich deshalb kränker und braucht auch dementsprechend länger, um sich wieder zu erholen - und dies aus rein biologischen Gründen.

Autor/in: Ursula Schubiger