Eine Zuger Kirschtorte zur Sonnenfinsternis

Sie feiert 2015 ihren hundertsten Geburtstag, zartrosa, und wenn man draufdrückt, weint sie feine Kirschtränchen: Die Zuger Kirschtorte hat bis jetzt alles überstanden und übersteht auch die heutige Sonnenfinsternis! Dafür sorgen Chefkoch Jann Hoffmann und sein Küchengehilfe Philippe Gerber.

Philippe Gerber aka Kuchenmonster mit Jann Hoffmann.
Bildlegende: Philippe Gerber aka Kuchenmonster mit Jann Hoffmann. SRF 3

Ein zugewanderter Konditor aus dem Appenzell wars, der 1915 die Zuger Kirschtorte erfand. Inspiriert wurde Heiri Höhn dabei von den berühmten Kirschwassern aus dem Zugerland. Höhn war nicht nur ein talentierter Zuckerbäcker, sondern auch in Sachen Marketing ein cleverer Mann, der das Potenzial seiner Erfindung geahnt haben muss: 1922 liess er seine Torte als eingetragene Marke schützen.

Bald darauf wurde die Zuger Kirschtorte richtig berühmt, holte Medaillen bei nationalen und internationalen Wettbewerben und eroberte berühmte Herzen: Charlie Chaplin, Audrey Hepburn, Winston Churchill und andere wurden bekennende Liebhaber der Zuger Kirschtorte.

Sogar der Papst liess sich verführen!
Papst Franziskus nahm 2013 in Rom persönlich eine Kirschtorte entgegen. Und so eine Torte gibts heute, zur Sonnenfinsternis? Wenn sich die Himmel verdüstern? Dan Brown, übernehmen Sie!

Aber vorerst geht unser Küchenduo Jann Hoffmann und Philippe Gerber ans süsse Werk: Mit dem nötigen Respekt, versteht sich. Und mit einer gehörigen Portion Nonchalance. 100 Jahre Geschichte zwischen zwei Knusperdeckeln!

Hoffmann und Gerber fabrizieren einen bravourösen Biskuitteig, eine fabulöse Japonais, eine Buttercrème vom Feinsten und ertränken die ganze Herrlichkeit in Zucker-Kirschsirup. Da lacht sogar die Sonne!

Hier gehts zum Rezept.