Apple vs. FBI: «Treuhänderische Pflicht, Nutzerdaten zu schützen»

«Es geht um die Zukunft von uns allen», so begründet Apple-Chef Tim Cook, warum er nicht bereit ist, den FBI-Ermittlern zusätzliche Hilfe beim Hacken von iPhones zu bieten. Im ausführlichen Interview mit dem Fernsehsender ABC News hat Cook seinen Standpunkt begründet.

Bildschirmaufnahme des Fernsehinterviews mit Tim Cook. Er und der Interviewer von ABC sitzen in Tim Cooks Büro.
Bildlegende: Apple Chef Tim Cook: «Es geht um die Zukunft» Keystone / abc news

«Auch Apple selbst käme nicht an solche Daten heran und das sei auch richtig so», sagte Cook im Interview. «Würden wir eine Hintertür einprogrammieren, würden wir damit Millionen Nutzerinnen und Nutzern gefährden.»

Digital-Redaktor Guido Berger sagt dazu: «In der Tat würden wir damit quasi den Geist aus der Flasche lassen.» Was das FBI von Apple wolle, könne auch missbraucht werden. Und der NSA Skandal habe gezeigt, dass die Gerichte die Tendenz hätten, entsprechende Anfragen von Geheimdiensten oder Ermittlungsbehörden einfach durchzuwinken. Berger geht davon aus, dass sich vermehrt auch andere grossen IT Konzerne mit solchen Fragen befassen müssen.

Autor/in: Matthias Heim, Daniel Eisner, Redaktion: Philippe Chappuis