Das Leaken der US-Justiz «Es ist nicht legal, aber gang und gäbe»

Die US-Justiz geht weiter gegen Funktionäre der Fifa vor. Das hat Generalstaatsanwältin Loretta Lynch mitgeteilt, nachdem die New York Times schon ausgiebig darüber berichtet hat.

Fifa-Schriftzug am Sitz in Zürich
Bildlegende: Die US-Justizbehörden arbeiten eng mit einzelnen Medienhäusern zusammen, auch wenn es illegal ist. Keystone

Die New York Times war nicht nur ein weiteres Mal bei den Verhaftungen in Zürich vor Ort, sondern hatte auch ziemlich schnell die Namen der angeschuldigten Funktionäre publiziert, genauso wie den Inhalt der Anschuldigungen. Alles, notabene, bevor die Generalstaatsanwältin überhaupt vor die Medien getreten war. Daraus können wir schliessen: Es sind schon im Vorfeld Informationen auf dem Justizministerium geflossen. Und das war bei den Verhaftungen im Frühling genau gleich.

Walter Niederberger ist Korrespondent des Tagesanzeigers in San Francisco. Er sagt, das sei zwar illegal, aber es passiere immer wieder, dass US-Medien gezielt mit Informationen versorgt werden.

Autor/in: Philippe Chappuis, Redaktion: Claudia Weber