Milliardenbetrug in China: «Hinterher ist man immer klüger.»

Die chinesische Online-Plattform Ezubao hat 900‘000 Anleger um über 7 Milliarden Franken geprellt. Das Unternehmen hatte mit Renditen von bis zu 14 Prozent versprochen. Doch die Gelder der Anleger wurden nicht investiert, sondern landeten in der Lohntüte der Manager.

Zwei Polizisten, einer dreht der Kamera den Rücken zu. Im Hintergrund stehen Leute und schauen zu.
Bildlegende: Polizei Aktion vor den Ezubao Büros in Peking. Keystone

14 Prozent Rendite, das klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein. «Hinterher ist man immer klüger», erklärt SRF-Chinakorrespondent Martin Aldrovandi den Betrug. Izubao sei sehr schnell gewachsen. Gegründet wurde es erst im Sommer 2014. In dieser kurzen Zeit wurden umgerechnet acht Milliarden Franken gesammelt, «das konnte auf die Dauer gar nicht gut gehen.»

Immerhin habe der Fall Ezubao die chinesische Regierung zum Handeln animiert. Unter anderem sollen Online-Investitionsplattformen verpflichtet werden, die angelegten Gelder bei Finanzinstituten zu deponieren. Somit dürfen sie nicht mehr in eigene Projekte investiern.

Autor/in: Susanne Schmugge, Redaktion: Philippe Chappuis