Humanismus: Erziehung zur Freiheit oder Optimierung des Menschen?

  • Sonntag, 29. Mai 2016, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 29. Mai 2016, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 30. Mai 2016, 0:10 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 31. Mai 2016, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 1. Juni 2016, 5:30 Uhr, SRF 1

Die Humanisten der Renaissance dachten sich den Menschen gebildet, tolerant und frei. Eine ihrer Lichtgestalten war Erasmus, der vor 500 Jahren in Basel als Public intellectual für Furore sorgte. Barbara Bleisch begibt sich mit zwei Philosophen auf Spurensuche und fragt: Was heisst Humanismus heute?

Die Humanisten wollten den Menschen verbessern, ihn bilden, formen und fordern. Das schlägt sich bis heute nieder im humanistischen Bildungsideal. Doch der Humanismus ist keine museale Bildungstheorie, sondern ein revolutionäres Ideal, für das niemand so beispielhaft steht wie Erasmus von Rotterdam. Vor 500 Jahren liess er sich in Basel nieder und legte sich unter anderem mit Luther an, indem er den Menschen unabhängig von Gottes Gnade als freies Wesen dachte.

Barbara Bleisch spricht im Historischen Museum Basel mit zwei Philosophen über Erasmus' Erbe und das Beste im Menschen: Für Enno Rudolph ist es die Freiheit, das menschliche Potenzial zu entfalten, während Adriano Mannino den Menschen durchaus auch über die menschliche Natur hinaus optimieren möchte.

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