Wie die Unruhe in die Welt kam

  • Sonntag, 3. April 2016, 11:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 3. April 2016, 11:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 4. April 2016, 0:10 Uhr, SRF info
    • Dienstag, 5. April 2016, 12:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 6. April 2016, 5:30 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 9. April 2016, 8:45 Uhr, SRF 1

Die Unruhe, sagt der Philosoph Ralf Konersmann, ist der Fluch, der seit der Vertreibung aus dem Paradies auf den Menschen lastet - und gleichzeitig die Antriebsfeder ihres Tuns. Im Gespräch fragt Stephan Klapproth, warum die Menschen die Rastlosigkeit lieben und dennoch vor dem Burn-out zittern.

«Rastlos und ruhelos wirst du auf der Erde sein», prophezeit bereits die Genesis den Menschen. Auch der spätantike Philosoph Augustinus beklagt die unruhigen Herzen - keine rosigen Aussichten also. Der Jetztzeit aber sind Stillstand und Unveränderlichkeit ein Gräuel, und so etwas wie Schicksal gibt es nicht mehr.

Der Kieler Kulturphilosoph Ralf Konersmann hat sich die Frage gestellt, warum die Rastlosigkeit von den Philosophen der Neuzeit plötzlich positiv bewertet und wie aus dieser Gottesstrafe die Sehnsucht nach mehr und nach Besserem wurde. Stephan Klapproth spricht mit ihm über die zweischneidige Passion der Unruhe.

Literatur:

Ralf Konersmann: «Die Unruhe der Welt». S. Fischer, München 2015

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