«Geisslechlöpfe» und andere Vorweihnachtsbräuche

In der Zeit vom 11. November bis 16. Dezember werden in der Region Lenzburg im Kanton Aargau die Chlausgeisseln geschwungen. Der «Treffpunkt» ist zu Besuch in der Altstadt von Lenzburg. Bestandene Geisselchlöpfer zeigen wies geht und was hinter der uralten Tradition steckt.

Die Geissel beschreibt in der Luft eine Acht.
Bildlegende: Die Geissel beschreibt in der Luft eine Acht. Ruedi Zobrist, Hendschiken AG

Eine Geissel zu schwingen ist nicht einfach und muss lange geübt werden. Noch bis Mitte Dezember finden in verschiedenen Gemeinden im Bezirk Lenzburg verschiedene Einführungskurse, Trainings und Wettbewerbe statt. Durch das ohrenbetäubende Knallen mit den Chlausgeisseln sollen nach vorchristlichem Glauben die bösen Wintergeister und Dämonen vertrieben werden.

Das Geisselchlöpfen kennt man auch an anderen Orten in der Schweiz, in den Kantonen Luzern, Zürich oder Solothurn. Und auch im benachbarten Ausland kennt man diese Tradition da und dort.

Die Vorweihnachtszeit ist geprägt von verschiedenen Advenstbräuchen

Neben dem Geisselklöpfen gibt es in der Vorweihnachtszeit noch andere alte Bräuche: Der klassische Adventskalender in Form des Kartonbildes mit seinen 24 Türchen ist auch über hundert Jahre nach seiner Erfindung in Deutschland ein Verkaufsschlager.

Neueren Datums ist die Tradition, dass ganze Quartiere ihre Häuser mit je einem Adventsfenster schmücken und sich gegenseitig zu einem heissen Getränk und einen Schwatz vor dem Haus einladen.

Auch Theater bieten ihre «Adventskalender» an: Kleine theatralische Häppchen, täglich am späten Nachmittag. Europaweit traditionell sind die zahllosen kleinen und grossen Weihnachts- und Sankt Nikolausmärkte.

Moderation: Reto Scherrer, Redaktion: Jürg Oehninger