Werner Alder über Karbon im Hackbrettbau

Werner Alder schwört auf Karbon. Der Urnäscher Instrumentenbauer hat den mit Kohlenstofffasern verstärkten Kunststoff zum Bau von Hackbrettern entdeckt. Auf die Idee gebracht hat ihn Thomas Nägeli von der Nägeli Swiss AG, die sich seit über 70 Jahren der Verarbeitung moderner Werkstoffe widmet.

Zwei stendende Männer, die je ein Hackbrett in den Armen halten.
Bildlegende: Thomas Nägeli und Instrumentenbauer Werner Alder zeigen Hackbretter mit Resonanzböden aus Karbon. Christof Lampart

Im Sommer 2014 traf Thomas Nägeli Werner Alder bei einem Hackbrettkonzert in Degersheim. «Ich stellte fest, dass Werner Alder im Durchzug sass und sich deshalb sein Instrument verstimmte», erinnert sich Thomas Nägeli. Daraufhin habe er ihm vorgeschlagen, das Instrument mit Hilfe von Karbon weiterzuentwickeln, damit es sich durch äussere Einflüsse nicht mehr verziehen könne.

Werner Alder von der berühmten Streichmusik Alder Dynastie war sofort Feuer und Flamme. Heute gibt es für ihn nichts Interessanteres als Karbon. Die Vorteile sind unter anderem spürbar: Ein Karbonhackbrett wiegt rund anderthalb Kilo weniger als ein herkömmliches Hackbrett aus Holz.

Moderation: Eric Dauer, Redaktion: Dani Häusler