Münchner Opernfestspiele: Romantischer Feenspuk

Vorne an der Rampe stehen und einfach drauflossingen, das liegt in diesem Stück nicht drin: Sonst stehlen einem die Schauspieler die Show. Denn das ist die Chance (und auch die Krux) in diesem frühromantischen Feen-Stück: Dass es gleichermassen Sänger wie Sprecher auf der Bühne braucht.

Münchner Opernfestspiele
Bildlegende: Am Münchner Opernfestspiel spielt Carl Maria von Webers "Oberon, König der Elfen"

Carl Maria von Webers «Oberon, König der Elfen» steht in der Tradition des deutschen Singspiels. Ein vielleicht nicht gerade einladendes Etikett für ein Stück, das den Wirbelwind einer Shakespearschen Sommernacht entfacht und in München mit dieser Crew - unter anderem Ivor Bolton, Julian Prégardien und Annette Dasch - einigen Schwung in die Geschichte bringt.
Und diese Geschichte wäre ungefähr folgende: Die gekrönten Fantasten Oberon und Titania haben Ehekrach und starten - um zu beweisen, dass es so etwas wie Liebe überhaupt gibt - einen Menschenversuch...

Carl Maria von Weber: Oberon. Romantische Oper in drei Akten

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
Ivor Bolton, Leitung
Julian Prégardien, Tenor (Oberon)
Alyona Abramowa, Mezzosopran (Puck)
Anna El-Khashem, Sopran (Meerjungfrau)
Annette Dasch, Sopran (Rezia)
Rachael Wilson, Mezzosopran (Fatime)
Brenden Gunnell, Tenor (Hüon von Bordeaux)
Johannes Kammler, Bariton (Scherasmin)

Aufführung vom 21. Juli 2017, Prinzregententheater, München

Redaktion: Moritz Weber